Dienstag, 22. April 2008

iPhone, what else?

Nun ist es soweit - mein neues Natel ist ein iPhone :-) Aus den USA mitgebracht und mittels ZiPhone im Swisscom-Netz zum Leben erweckt. Ein wunderbares Gerät - die Bedienung ist einfach (fast) perfekt! Besonders hervorheben muss man auch den Webbrowser: hier ist ein Beispielfilm.

Wenn man trotz erfolgreichem Unlock keine Netzverbindung bekommt, kann es sein dass die SIM-Karte zu alt ist. Also ab in den Swisscom-Shop und eine neue aktivieren lassen - das dauert eine Viertelstunde.

Die Synchronisation meines Exchange-Kalenders mit dem iPhone funktioniert ziemlich problemlos: es läuft bei mir in der Windows-VM über iTunes und Outlook. Die anderen Daten lade ich von meinem privaten Mac: das Füllen des iPhones von verschiedenen Quellen ist also ohne Umstände möglich.

Mein altes Telefon, ein Sony-Ericsson P910i, wandert in die Schublade. Wen es interessiert: dieses Teil bekommt von mir den Preis als "worst business mobile phone ever". Die Sync-Software ist absolut unzuverlässig, es ist lahm, untauglicher PDF-Viewer, man kann die Organizierfunktionen ohne SIM-Karte nicht verwenden, und vieles mehr...

Im Moment suche ich noch nach passenden iPhone-Lösungen für die folgenden Punkte: Password-Store, File-Store (à la USB-Stick) mit Viewern u.a. für PDF, SecureID-Token-Generator und einen guten AIM-Client. Mehr dazu später...

Montag, 24. März 2008

VMware vs. Parallels

Seit kurzer Zeit läuft meine Windows-Installation in einer Virtual Machine von VMware statt Parallels. Hauptgrund für den Wechsel war neben der bereits genannten Gründe ein Problem mit der Festplattendatei des virtuellen PCs. Trotz einer theoretischen Maximalgrösse von 20 GB schwoll sie auf über 30 GB an und liess sich auch mit den Parallels-Tools und RTFM nicht verkleinern. Zudem hat Parallels einige Programme doppelt im "Öffnen mit " Context Menu vom Finder eingetragen.

Bin ich mit VMware nun zufriedener? Tja, leider nein :-( Hier die Gründe:
  • Activation von Windows-Applikation: irgendwie verhält sich VMware träge wenn man von einer anderen Mac-Applikation zu Windows wechselt.
  • VMware braucht sporadisch viel CPU, obwohl im Windows Task Manager kein Prozess viel CPU konsumiert.
  • Dock-Access: im Fullscreen-Mode kommt man im Gegensatz zu Parallels nicht ans Dock ran, man muss zuerst in eine (andere) Mac-Applikation wechseln.
  • Wenn USB-Devices während dem Sleep-Mode der VM abgehängt werden, gibt es Probleme beim re-connect.
  • Ein Pendant zu Smart-Select fehlt bei VMware.
Mein sehr subjektives Fazit: die 100% zufriedenstellende Virtualisierungslösung gibt es (noch) nicht. Mit Parallels lässt sich aber deutlich besser und flüssiger arbeiten - sobald alles installiert ist und die Funktionen keine Bugs aufweisen.

Dienstag, 22. Januar 2008

Zugriff auf Server mit Secure Shell

Mit dem Dienstprogramm Terminal können einfach Secure Shell Sessions (SSH) auf andere Server hergestellt werden: ssh [username@]server.domain

Oft wird heutzutage eine Public-Key Authentisierung statt einer einfachen Login/Passwort-Kombination angewendet.

Windows-User setzen dafür oft PuTTY als Terminal-Emulation und den dazu gehörende Pageant für das Key-Handling ein.

Auf dem Mac lässt sich das automatische Key-Handling mit SSHkeychain oder SSHChain machen - es erspart die Eingabe des Passwortes für den Private Key (genannt 'Passphrase') bei jeder neuen Session und ermöglicht auch einen problemlosen Aufbau eines SSH-Tunnels.

Bei Mac OS 10.5 Leopard ist das Key-Management offenbar schon eingebaut.

Ein Key-Pair (Private und Public Key) lässt sich mit dem Befehl ssh-keygen -t dsa im Terminal erzeugen. Wenn man den Key auch unter Windows mit PuTTY verwenden möchte, lässt sich der Private-Key mit mit Puttygen entsprechend konvertieren.

Über SSH kann man mit Secure Copy (scp) Dateien von einem Server auf einen anderen kopieren. Wer es nicht mit Shell-Befehlen machen möchte kann Fugu als SCP Client verwenden.

Ein kleiner Anhang zum Thema Terminal: man kann sich kleine XML-Files (mit Endung .term) für jeden Server erstellen, die dann bei einem Doppelclick eine Session öffnen und dem Terminal-Fenster ein vordefiniertes Aussehen geben. Ein Beispiel:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple Computer//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
<dict>
<key>WindowSettings</key>
<array>
<dict>
<key>CustomTitle</key>
<string>ssh myname@server1.mydomain.ch</string>
<key>Shell</key>
<string>ssh myname@server1.mydomain.chh</string>
<key>TextColors</key>
<string>0.200 0.200 0.200 1.000 1.000 0.400 0.000 1.000 0.000 0.000 1.000 0.000 1.000 1.000 0.400 0.200 0.200 0.200 0.000 0.502 0.502 1.000 0.000 0.000 </string>
</dict>
</array>
</dict>
</plist>


Damit kann man z.B. die Sessions auf produktive Server mit einer anderen Fensterfarbe als auf Entwicklungssysteme öffnen. Ein paar Farb-Beispiele:

Produktion (rot):

<key>TextColors</key>
<string>1.000 1.000 1.000 0.502 0.000 0.251 0.000 1.000 0.000 0.000 1.000 0.000 0.502 0.000 0.251 1.000 1.000 1.000 0.000 0.502 0.502 1.000 1.000 0.000 </string>


Test (gelb):

<key>TextColors</key>
<string>0.200 0.200 0.200 1.000 1.000 0.400 0.000 1.000 0.000 0.000 1.000 0.000 1.000 1.000 0.400 0.200 0.200 0.200 0.000 0.502 0.502 1.000 0.000 0.000 </string>


Entwicklung (blau):

<key>TextColors</key>
<string>1.000 1.000 1.000 0.000 0.251 0.502 0.000 1.000 0.000 0.000 1.000 0.000 0.000 0.251 0.502 1.000 1.000 1.000 0.000 0.502 0.502 1.000 1.000 0.000 </string>


Man kann noch viele andere Settings in diese Terminal-Dateien ablegen, darauf möchte ich aber hier nicht eingehen.

Freitag, 21. Dezember 2007

Citrix Terminal Emulation

Was ist Citrix? Damit kann man eine Applikation auf einem Server laufen lassen und das User Interface zu sich holen, bzw. in einem Fenster auf dem eigenen Computer anzeigen lassen. Das Sichwort dazu ist Terminal Emulation. Man hat dann also z.B. eine SAP-Applikation im Windows-Look in einem Mac-Fenster :-)

Den Citrix-Client für Mac kann bei citrix.com runterladen. Man bekommt den Citrix ICA Client (die Terminal Emulation) und Citrix ICA Client Editor (einen Session Editor).

Damit man sich mit einer Server-Applikation verbinden kann, braucht es ein Session File (Endung .ica) - ein Doppelclick auf solch ein File öffnet die Session zur Applikation auf dem Server. Es gibt zwei Wege an ein Session File zu kommen. Der einfache Weg: man erhält es von einem Kollegen, dem System-Administrator oder lädt es vom Intranet (sofern vorhanden). Der etwas weniger einfache Weg: man öffnet den Citrix ICA Client Editor und gibt die Daten selber ein. Die muss man natürlich irgendwo in Erfahrung bringen...

Copy und Paste funktioniert übrigens recht gut mit [ctrl]+[c] bzw. [ctrl]+[v].

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Praktische Keyboard-Shortcuts für Parallels

Wenn Parallels entsprechend eingestellt ist (Prefernces, Keyboard, Remap Keys) dann funktionieren Copy und Paste wie auf dem Mac: [apple]+[c] und [apple]+[v]. Es gibt aber noch ein paar Windows-Programme, bei denen es nicht funktioniert - da muss man halt die Windows-Shortcuts verwenden. Die Synchronisation der Zwischenablage zwischen Windows und Mac funktioniert recht gut...

Den Windows-Desktop kann man mit [apple]+[d] (Desktop) einblenden (alle Windows-Fenster werden minimiert).

Achtung bei [apple]+[q] (Quit): man kann Parallels in den Preferences sagen, was zu tun ist - das ist empfehlenswert, da man diese Tastenkombination reflexartig schnell mal eingegeben hat. Leider wird [apple]+[w] für das Schliessen von Fenstern nicht von Parallels zu Windows weitergegeben.

Interessant ist auch die Funktion Send Key im Action Menu von Parallels - auch ein Weg um einige spezielle Tasten auszulösen.

Die Funktionstasten [F1] bis [F12] erreicht man auf der MacBook-Tastatur über eine Kombination mit der Taste [fn]. Wenn man sie häufiger braucht, kann man in den Systemeinstellungen unter Tastatur & Maus im Reiter Tastatur die Option Alle F1-, F2-Tasten etc. als Standard-Funktionstasten verwenden aktivieren. Dann lassen sich [F1] und Co direkt betätigen. Nachteil: für die Änderung von Lautstärke, Helligkeit uns so muss man nun zusätzlich [fn] drücken...


Donnerstag, 6. Dezember 2007

Betrieb mit 2 Bildschirmen

Ich arbeite am MacBook Pro mit einem zusätzlichen externen Monitor. Das ist ziemlich praktisch wenn auch Windows läuft. Auf dem Bildschirm des MacBooks läuft Windows im Full-Screen-Mode. Gegenüber dem Coherence-Modus von Parallels hat das den Vorteil, dass man auch den Windows-Desktop sieht. Der Coherence-Modus neigt zudem zum Flackern. Die Mac OS Fenster lasse ich auf dem (grösseren) externen Monitor.

Wie wohl alle Mac-User wissen, ist die Verwendung von mehreren Bildschirmen am Mac seit Jahren problemlos :-) einfach die gewünschte Konfiguration in den Systemeinstellungen unter 'Monitore' wählen. Sobald mehr als ein Monitor vorhanden ist, kann man sie dort per drag & drop anordnen und auch die Menuleiste verschieben.

Ein Spezialfall: wenn man am Morgen den Bildschirm einschaltet und danach erst das MacBook Pro öffnet, kann es sein dass nur der externe Bildschirm aktiv ist. Grund: wenn Signale von angeschlossenen Geräten reinkommen, wacht das MacBook aus dem Ruhezustand auf und deaktiviert den internen Monitor sofern der Deckel geschlossen ist. In diesem Fall kann man in den Systemeinstellungen unter 'Monitore' den Button 'Monitore erkennen' betätigen - Mac OS aktiviert dann alle Bildschirme. Das kann man auch über das Monitor-Menu in der Menuleiste machen, wenn dieses in den Systemeinstellungen eingeschaltet ist.

Montag, 5. November 2007

CheckPoint, nein danke!

Für den Remote-Zugang auf unsere Infrastruktur wird bei uns auf VPN-Produkte der Firma CheckPoint gesetzt. Um eine gesicherte Verbindung aufbauen zu können braucht es den sogenannten SecureClient.

Mac OS X 10.5 Leopard ist nun auf dem Markt, aber der entsprechene SecureClient fehlt :-( Die Antwort von CheckPoint auf eine entsprechende Nachfrage: "Unsere Entwicklungsabteilung hat noch nicht entschieden, ob diese Version von Mac OS unterstützt werden soll." Hallo? Mac OS ist immer verbreiteter und CheckPoint überlegt noch?

Gemäss einem Kollegen war auch der SecureClient für Windows Vista erst ca. ein halbes Jahr nach dessen Release verfügbar. Bei Mac OS X 10.4 Tiger dauerte es ungefähr ein Jahr.

Fazit: VPN ist eine tolle Sache, aber nur wenn man keine CheckPoint-Produkte einsetzt - egal mit welchem OS...